Warum nur moderne Führungs- und Steuerungs-systeme mit dem neuen Management Accounting auf Basis der modernen Kosten-, Leistungs- und Wettbewerbsrechnung (KLWR) Unternehmen heute erfolgreich machen
In deutschen und europäischen Unternehmen herrscht ein gefährlicher Irrtum: Man hält Dokumentationssysteme, wie ERP-Systeme mit dem externen Rechnungswesen und ohne die notwendige Standardisierung, für Führungs- und Steuerungs-Instrumente.
Man glaubt, externes Rechnungswesen sei Unternehmenscontrolling.
Und man verlässt sich auf ERP, obwohl ERP nachweislich nicht in der Lage ist, Leistung, Effizienz, Wettbewerb oder Zukunftsfähigkeit abzubilden und sogar durch die zu hohe Komplexität ein hohes Risiko liefert.
Redaktion Controlling-Paper
Einleitung – Unternehmen scheitern nicht an Bilanzierung, sondern an fehlender Führungs- und Steuerungsintelligenz.
Die zentrale Führungsaufgabe eines Unternehmens ist nicht die Dokumentation, sondern die Erfolgs-Steuerung und Früherkennung von Risiken. Genau hier besteht heute ein fataler Systemfehler: Unternehmen verlassen sich auf ERP- und Rechnungswesen-Systeme, obwohl diese methodisch ausschließlich für Buchhaltung und Jahresabschluss gebaut sind.
Die wirklich entscheidende Ebene – Enterprise Performance Management (EPM360), aufgebaut auf dem modernen Management Accounting und der neuen modernen Kosten- und Leistungsrechnung (M-KLR) – wird bisher in den Unternehmen entweder gar nicht oder nur fragmentarisch eingesetzt.
Der Unterschied zwischen EPM und EPM360:
EPM ist das zentrale IT-Tool für die Erfassung und Analyse von Kosten-, Leistungs- und Wettbewerbsdaten.
EPM360 verdeutlicht mit der Ergänzung 360, dass es ein unternehmens-übergreifendes Erfolgs-, Führungs- und Steuerungs-Betriebssystem ist und alle Kernbereiche – von Produktplanung und -entwicklung über Einkauf, Vertrieb, Kalkulation bis hin zum Unternehmenscontrolling und Management-Informationssystem – effizient und zielgerichtet unterstützt.

Der gefährlichste Fehler der Industrie:
Führen und Steuern ohne Sollgrößen und Frühwarnungen!
Ohne Sollgrößen gibt es keine Führung, Steuerung und Frühwarnungen. Ohne Standardisierung gibt es keine Vergleichbarkeit. Ohne Vergleichbarkeit gibt es keine Kosten-Wettbewerbsanalyse. Und ohne Kosten-Wettbewerbsanalysen keine Führung und Steuerung.
Genau das ist die Lage:
90 % der Unternehmen haben keine validen Sollgrößen und damit kein Unternehmenscontrolling und Frühwarn- und Überwachungssystem.
Sie kennen ihre eigene aktuelle Kosten-Wettbewerbsfähigkeit nicht. Sie kennen die notwendige Kosten-Wettbewerbsfähigkeit nicht Sie kennen die große Wirkung der Auslastung nicht. Sie kennen die Wertbeiträge ihrer Leistungsträger / Produkte nicht. Sie verfügen über kein effektives Beschaffungsmanagement
Deutschland verliert gerade seinen industriellen Kern und damit seinen Wohlstand– nicht nur wegen den hohen Personalkosten, nicht wegen seiner Energiepreise, sondern wegen fehlender Führung und Steuerungs-informationen, Fehlsteuerungen, ohne mögliche Krisen- und Resilienz- Bewertungen und ohne entscheidungssichere transparente Zielgrößen.
Falsche Methodik zerstört ganze Volkswirtschaften.
Eine der zentralen Ursachen für die aktuelle methodische Blindheit vieler Unternehmen ist die bewusste Vernebelung der Problematik durch ERP-Systemanbieter.
Diese Systeme und Methoden wurden zu einer Zeit entwickelt, als Globalisierung noch keine entscheidende Rolle den Erfolg spielte und die Industrie ihren Wettbewerbsvorsprung durch Technologie und Produktivität sichern konnte. Diese Zeit ist vorbei.
Heute entscheidet aber die Kosten-Wettbewerbsfähigkeit über Zukunft und Insolvenz eines Unternehmens.
Unternehmen müssen ihren Kosten-Wettbewerbsabstand quantifizieren, um ihre Marktposition strategisch zu steuern und rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
Dafür sind Soll-Ist-Vergleiche auf Basis standardisierter Methoden zwingend erforderlich – eine Notwendigkeit, die die klassischen ERP-Systemanbieter bislang übersehen haben.
Leider wird dieses methodische Defizit von vielen ERP-Systemanbietern bewusst im Nebel gehalten.
Diese Strategie ist fatal: Ohne transparente Soll-Ist-Vergleiche und standardisierte Kosten- und Leistungslogiken kann keine wirkliche digitale Transformation stattfinden.
Unternehmen investieren Milliarden in Digitalisierung, ohne die entscheidende Basis ihrer Unternehmenssteuerung zu sichern – ein Weg in Kostenblindheit und ineffiziente Prozesse.
Die Telekom hat diesen Zusammenhang bereits erfolgreich erkannt:
Zunächst wird die Ausgangssituation analysiert und der erforderliche Leistungsstand mit modernem Management Accounting und der Basis der modernen Kosten-, Leistungs- und Wettbewerbsrechnung (KLWR) sichergestellt.
Erst danach wird der aufwändige Prozess der digitalen Transformation gestartet – ein Ansatz, den man als „Safe Digital Transformation (SDT)“ bezeichnen kann.
Die klare Botschaft: Erst Steuerungslogik und Methodik aufbauen, dann digital transformieren. Alles andere ist riskant, ineffizient und kann die Wettbewerbsfähigkeit ernsthaft gefährden; führt immer zu erheblichen Führungs- und Steuerungsproblem sowie zu erheblichen Folgekosten!
Doch nur diese EPM-Ebene ermöglicht reale, valide und entscheidungs-sichere Führung: Leistung, Effizienz, Wettbewerbsfähigkeit, Zielgrößen, Auslastung, Produktivität, Frühwarnsignale und globale Kostenvergleiche.
Deshalb gilt heute zwingend:
Erst EPM360, dann ERP mit dem externen Rechnungswesen Erst Führung und Erfolgssteuerung, dann Dokumentation. Erst ökonomische Realität, dann rechtliche und steuerliche Abbildung. Kein ERP gedanklich als System für Führung und Steuerung ansehen Kein externes Rechnungswesen als Controlling ansehen
Wer das weiter das externe Rechnung mit Führung und Erfolgssteuerung verwechselt, steuert sein Unternehmen in methodischer Blindheit – mit den bekannten Folgen: Wettbewerbsverlust, Auslastungseinbruch, Margen-verfall und schließlich Krise & Insolvenz.
1. EPM360 + modernes Management Accounting + M-KLR: Die Führungs- und Steuerungsebene eines zukunftsfähigen Unternehmens
Moderne Unternehmensführung und -steuerung beginnt nicht im Rechnungswesen, sondern im neuen modernen Management Accounting/ früher das alte internes Rechnungswesen, das ökonomische Leistungs-, Kosten- und Wettbewerbs-Wirkzusammenhänge abbildet.
Die neue moderne Kosten- und Leistungsrechnung (M-KLR) ist hierbei die methodische Grundlage.
Sie schafft Transparenz über:
- Leistung und Produktivität,
- Auslastung und Kapazität,
- Kosten je Leistungseinheit,
- Wertschöpfungstiefe,
- Zielgrößen und Soll-Ist-Abweichungen,
- Produkt- und Kundenwertbeiträge (Gewinn- oder Verlust)
- globale Kosten- Wettbewerbsfähigkeit.
Diese Steuerungslogik ist im Enterprise Performance Management (EPM360) verankert: Es integriert erstmalig die M-KLR-Methodik, liefert Echtzeit-Sollgrößen, Qualitätssicherung, Szenarien, Frühwarnsysteme und standardisierte Value-Benchmarks für die so wichtigen Kosten-Wettbewerbsanalysen.
EPM liefert damit nicht Zahlen, sondern Führung & Steuerung & Zukunft. ERP liefert nicht Führung, sondern Buchungen.
Genau deshalb muss EPM über ERP stehen – nicht daneben.
2. ERP & Rechnungswesen: Funktionskosten ohne Führungs- und Steuerungswert
ERP-Systeme sind notwendig, aber strikt administrativ.
Sie erzeugen Funktionskosten, wie auch Vertrieb oder Verwaltung Funktionskosten erzeugen – unvermeidbar, aber ohne Steuerungsleistung.
Ihre Kernlogiken:
- vergangenheitsorientiert,
- transaktionsbasiert statt leistungsbasiert,
- steuerlich und bilanziell normiert,
- vollständig unstandardisiert,
- weder global noch unternehmensintern vergleichbar,
- ohne Sollgrößen,
- ohne Leistungs-, Kapazitäts- oder Wettbewerbsbezug.
Ein System dieser Art kann kein Unternehmenscontrolling, aufgebaut als notwendiges Frühwarn- und Überwachungssystem sein.
Es kann keine Effizienz messen, keine Produktivität, keine Auslastung, keine Wettbewerbsfähigkeit und keine Zielgrößen liefern.
Deshalb gilt: ERP ist Dokumentation mit dem externen Rechnungswesen. EPM ist Führung und Erfolgssteuerung mit Management Accounting. …und Dokumentation kann Führung niemals ersetzen.
3. Warum EPM360 das historische Missverständnis korrigiert
Das größte Missverständnis unserer Zeit ist die Gleichsetzung von Rechnungswesen = Unternehmenscontrolling.

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Diese Verwechslung hat:
- Standortverluste,
- Wettbewerbsrückgänge,
- Auslastungseinbrüche,
- Produktivitätsverluste,
- Margenverfall
- und eine steigende Krisen- und Insolvenzwelle
maßgeblich mitverursacht – sichtbar besonders aktuell in Deutschland.
- Unternehmen kennen ihre Kosten-Wettbewerbsfähigkeit nicht.
- Sie kennen die Effekte von Auslastungsrückgängen nicht.
- Sie kennen die realen Wertbeiträge ihrer Produkte und Dienst-leistungen nicht.
- Sie führen mit Bilanzgrößen statt mit Leistungsgrößen.
Dieses Führungs- und Steuerungsdefizit ist nicht operativ – es ist strategisch und strukturell.
Es basiert darauf, dass ERP-Systeme fälschlich als Steuerungsinstrumente genutzt werden.
Die Korrektur lautet: Unternehmenscontrolling = Management Accounting = EPM360. Rechnungswesen = ERP = Dokumentation.
4. Globale Kosten-Wettbewerbsfähigkeit entsteht nur durch EPM360, nicht durch ERP
Wettbewerb wird in der Leistung pro Kosten entschieden – nicht im Aufwand pro Konto.
EPM360 mit moderner M-KLR ermöglicht erstmals:
- echte Kosten je Leistungseinheit,
- reale Produktivität und Effizienz,
- globale Value-Benchmarks zwischen Ländern und Standorten,
- Auslastungssimulationen,
- Produktwertbeiträge (ID-Preismanagement),
- Transformation des Einkaufs in das Beschaffungsmanagement,
- Frühwarn- und Überwachungsmechanismen.
ERP ist hierzu vollständig ungeeignet, weil es keine standardisierten, leistungs-orientierten, global vergleichbaren externe Größen anbietet.
Nur EPM360 stellt die zentrale Führungsfrage und liefert sichere Zielgrößen: Wo stehen wir – und wo müssen wir hin?
5. Die zwingende Trennung als Führungsprinzip moderner und erfolgreichen Unternehmen
Moderne Unternehmenssteuerung benötigt zwei klar getrennte Ebenen:

Führung & Steuerung entsteht nicht auf der Buchhaltungsebene. Führung & Steuerung entsteht ausschließlich auf der Leistungs- und Wettbewerbsebene.
6. Fazit: Erfolg entsteht durch EPM360 – nicht durch ERP
EPM360 mit modernem Management Accounting und moderner M-KLR ist der Schlüssel zu Leistung, Effizienz, Resilienz und Wettbewerbs-fähigkeit.
ERP ist notwendig, aber als Steuerungsinstrument gefährlich. Es dokumentiert, aber steuert nicht. Es bildet Vergangenheit ab, aber keine Zukunft.
Deshalb gilt für alle Unternehmen: Wer mit ERP steuert, führt falsch. Wer mit EPM führt, steuert erfolgreich.
Die Zukunft gehört den Unternehmen, die diese Trennung sofort und konsequent umsetzen und die Leistungsfähigkeit der EPM360-Systeme für Erfolg, Zukunft und als zentrale Wettbewerbsdifferenzierung nutzen
Literaturverzeichnis
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